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Die „Schleier-Frau“ – update

Schrieb ich am 07.11.2016 noch

„Bei so viel Medienecho gibt es dann morgen den nächsten mediengeilen Sonnenanbeter, der das dann alles relativiert, aufweicht und verwässert. Und das dumme Volk beruhigt.“

war es doch ausgerechnet mein Lieblings-Moslem-Moppel Aiman Mazyek, der sich in meinem Sinne äußerte.

„Äußerte“. Natürlich nicht. Die weinerliche Memme verband das Medien-Ereignis natürlich unverzüglich mit einer indirekten Forderung. Diejenigen, die Aberglauben zelebrieren wie kein anderer, sollen doch beim Fernsehen mehr Mitspracherecht bekommen. Pluderhosen und Kopfwindeln in die Medienräte. Okay, er formulierte es etwas anders.

Denn auch der Tatort vor Anne Will „war voller Klischees über den Islam„.

Das ist an sich schon lustig. Aber der Dicke meint das ernst.

Das ist so als ob ich mich aufregen würde, daß die deutsche Wehrmacht in Der Soldat James Ryan so klischeehaft dargestellt wurde. Naja, war halt so. Warum soll man das nicht zeigen?

Und so muß auch der adipöse Bartträger damit leben, daß das, was in seinem Esoterik-Club geschieht, wahrgenommen und reflektiert wird, auch wenn er weiter mit den Händen wedelt und einen Islam in seiner Phantasie hat, den es so nicht gibt.

Und so fordern sie alle: Buddhisten, Vodoo-Priester und Scientology-Führer, alle wollen in den Medienrat. Wie? Tun die doch gar nicht?

Da fehlt es Ihnen wohl an der notwendigen Sensibilität. Witzig, daß Benjamin Blümchen ausgerechnet für jene Krawallmacher Rechte einfordert, die uns seit mehr als zwei Jahrzehnten das Leben schwer machen, oder?

Der Tr(i)ump(h)

Diesen Blogbeitrag habe ich jetzt mehrmals begonnen und mehrmals gelöscht. Weil er sich immer wieder um die saudummen Zitate unserer Elite-Politiker drehte.

Wie aufgedrehte Kinder, in deren Nachbarschaft ein Spielfilm gedreht wird, rannte heute jeder Promi durch’s Land, getrieben von der Hoffnung, doch irgendeinem Reporter vor die Nase zu laufen, um ihm eine kreative Superlative dummer Mißgunst bezüglich Trumps Wahlsieg in den USA ins Mikro zu heulen.

Der dicke wohlstandsgrüne Migrant fordert panisch einen „europäischen Krisengipfel“, eine andere Grüne twittert, sie würde heulen – wie peinlich ist das denn? Nicht der Umstand des Heulens, sondern der Wunsch, es der Welt mitzuteilen – und die SPD-Twitter-Dreckschleuder sitzt ebenfalls vor seinem Smartphone. Vermutlich mit heruntergelassener Hose, onanierend, kann er sich doch in neuen Haßtiraden ergehen.

Die alte, demente Kanzlerin erinnert Trump an die Einhaltung von Recht und Ordnung, und Schwule und Rasse und bla – also genau die Scheiße, die die Amis nicht mehr hören können und Trump deswegen gewählt haben – und müßte eigentlich vom Blitz getroffen werden, für so viel Falschheit und Doppelmoral, verstößt sie doch wissentlich selbst gegen Recht und Ordnung.

Die Bild fragt fettgedruckt „Wie konnte das passieren?“

Tja, liebe Bild, das nennt man Demokratie. Die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern.

Was machen all‘ diese Hackfressen eigentlich, wenn Donald Trump einer guter Präsident ist? Wenn er einen guten Job und die Amis tatsächlich glücklich macht? Wenn er gar eine zweite Amtszeit bekommt?

Gibt es dann den Pegida-Effekt? „Er mag zwar Recht haben, aber es sagt der Falsche! Hängt ihn!“

Nun, hoffen wir mal.

(Dezenter Hinweis: ich bin kein Fan von Trump, neige aber zu einer hämischen Freude, daß all‘ das Bashing nix gebracht hat, begleitet von der vagen Hoffnung, daß er wider Erwarten einen guten Job macht.)

Integrationskurse auch für Deutsche

Nee, kein Witz.

Soziologin Annette Treibel (59) fordert das.

Gut, hinter der vollmundigen Forderung steckt auch die Veröffentlichung eines dödeligen Theorien-Buches und der damit verbundenen PR. 19,90 Euronen wollen dem Kunden schon aus der Tasche gezogen werden. 2015 erschienen, kann man sich mit entsprechenden Kontakten schon mal wieder ins Rampenlicht rücken. Welt.de tut ihr diesen Gefallen.

Um ein Buch zu verkaufen, kann man ja die dollsten Thesen aufstellen. Auch, Deutschland sei ein Einwanderungsland.

Daß wir das im klassischsten Sinne irgendwann mal in den 60igern waren, als wir Arbeitskraft benötigten, interessiert niemanden, der mit diesem hippen Begriff hausieren geht.

Ich verstehe unter einem Einwanderungsland jenes Land, in dem ich leben möchte; mich einbringen möchte. Ich will ein Teil davon sein.

Die USA oder Kanada. Das sind klassische Einwanderungsländer. Wenn Ping und Pong aus Vietnam ihr Glück suchen und so dermaßen stolz über ihr Fortkommen sind, daß sie die amerikanische Staatsangehörigkeit beantragen und ihren Sprößling John nennen.

Und nicht jene Glücksritter, die seit etwa den 70igern, spätestens seit den 80igern nach Deutschland kommen, irritiert ihres Glückes direkt in die Sozialhilfe wandern, heimatliche Ghettos errichten, ihre Heimatsprache nicht pflegen, sondern installieren, Heimatnamen auch noch in der fünften Generation vergeben und irgendwie noch immer stolz auf „ihre Heimat“ sind, obwohl sie nie da waren.

Aber: ich will nicht unfair sein. Das betrifft fast ausschließlich jene Zugereisten, die moslemischen Glaubens sind. Ich kenne keine russische oder polnische Familie, die auf Deibel und Verderb mit der Namensgebung ihrer Kinder auf den Ursprung von Ur-Ur-Oma hinweisen müssen.

Gerade Türken haben eine gesteigerte Affinität dieser Logik. Gut, ihre hiesige Anwesenheit beweist zwar, daß ihr Land dermaßen ätzend ist, daß es sich dort zu leben nicht lohnt, aber wenn irgendein ein Bergbauer zu irgendeiner Demo aufruft, wird die rote Flagge entfaltet und in den Wind gestellt. Schizophren, aber doch bitte nicht zu hinterfragen.

Und dann kommt Annette und sagt, ich solle mich anpassen.

Super Brüller. Aber mal bei Thilo nachfragen, wie man Bestseller schreibt, Schwester.

 

Kopftücher und andere Kostüme

Wissen Sie, was Furry ist?

Da verkleiden sich Menschen zu plüschigen Tieren. In Ganzkörperkostümen.

Was bei den einen ein putzigen Hobby ist, artet bei anderen zu einem Fetisch aus.

Mein begrenzter Toleranz-Horizont würde einen Plüsch-Fuchs, der nur noch einen hochbekommt, wenn er an eine Plüsch-Giraffe andocken kann, in die „Krank“-Schublade packen. Ende.

Wenn diese Schublade nicht schon rappelvoll wäre.

Können Sie sich Menschen vorstellen, die ihren Broterwerb ihrem Kleidungsstil unterordnen? Da gab es doch in den 80igern diese schrägen Typen, die mit Irokesen-Friseur und biergetränktem Bundeswehranorak aus dem Staunen nicht rauskamen, weil der Bankdirektor im Bewerbungsgespräch doch eine andere Laufbahn empfahl.

Ach, waren das schöne Zeiten.

Wie komme ich jetzt vom Plüsch-Punk zum eigentlichen Thema?

Mit den vorstehenden Beispielen wollte ich aufzeigen, daß es eigentlich völlig normal ist, Menschen auszugrenzen, halten sie sich nicht an die Spielregeln.

Kann mir irgendwer erklären, was der Unterschied zwischen Plüsch-Punks und Kopftuchträgerinnen ist?

Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei, wenn sich nicht eine Moslemin, sondern ein Plüsch-Bieber bei jenem Zahnarzt beworben hätte?

Woher nehmen sich diese Medien – denn nur die sind in der Lage, dieser absurden Geschichte diesen fassungslos-empörten Unterton beizumischen – die Freiheit heraus, einem Fankult, der – im positivsten Sinne – in abstruser Liebe in imaginäre Kräfte und Abglauben mündet, einen derartigen Raum einzuräumen und zwischen den Zeilen dieser Lappenträgerin recht zu geben, besser arbeitslos und Hartz-IV-Empfängerin zu sein als den Fetzen acht Stunden am Tag abzulegen?

Unter uns: mir ist übrigens ein doofer Plüsch-Hamster lieber als jene Kopfwindel pseudo-religiösen Grundes, die auch noch eine aggressive Botschaft transportiert. Sie wissen nicht welche? Fragen Sie den bärtigen, männlichen Moslem Ihres Vertrauens mal, warum er keine Kopfwindel trägt. Er wird es Ihnen sensibel erklären.

Die sind nicht alle so. Wir schon.

Den Zeitgeist schwermütig sich selbst anzulasten … darin sind wir Deutschen ja Weltklasse.

Einmal mehr findet sich heute ein Artikel in der B.Z., der uns mehr oder minder direkt den genetisch bedingten Rassismus attestiert.

Gab es doch gestern im selben Medium eine herzzerreißende Story über Flüchtlinge, die auch Berlin-Steglitz als Hochburg des Hasses entlarvte.

Nein, keine geköpfte Ehefrau, kein niedergestochener Jugendlicher, kein Schußwaffengebrauch, keine vaginal-betastete 13jährige – viel schlimmer, halten Sie sich fest, sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt: eine nebulöse, nicht näher bezeichnete Beleidigung, ein Anti-Moschee-Aufkleber, Müll im Briefkasten und der nachträglich aufgekrakelte Schriftzug „Kanakensau“ auf’m Briefkasten. Bämm.

Das beschäftigte mich schon. Warum der Staatsschutz dort nicht ermittelt – oder zumindest diese Kahane-Maas-Kombo.

Nicht nur mir bereitete dieser rechtsradikale Terror an dieser Refugees-Romanze eine schlaflose Nacht, auch Reinhard Mohr ist fassungslos. Leider nicht sprachlos, denn er will’s gleich global wissen und sieht Hemmschwellen sinken.

Natürlich nur bei – Zitat – Inländern. Und sitzt vermutlich wippend in der Ecke und fragt sich „Warum nur? Warum nur?“.

Also daran, daß man – übrigens auch im selben Medium – tagtäglich lustige Geschichte von Hinzugereisten liest – Dauerbrenner sind ja Kotti und Görli -, nee, also daran kann es nicht liegen. An der Frequenz dieser Nachrichten. An dem vermeintlichen Glück, das alles nur als Nachrichten und nicht als Geschädigter wahrnehmen zu müssen.

Es kann also nur daran liegen, daß der böse Deutsche – nee, diese hirnverschwurbelte Logik lesen Sie im letzten Absatz mal schön alleine.

Unterm Strich: nicht das fragwürdige Weltbild eingereister Rückständiger ist zu hinterfragen, sondern der hiesige Dummbatz, der einfach nicht gefragt werden braucht, wie seine Welt aussehen soll, muß mal wieder sein Verhalten ändern.

Das hat natürlich nichts mit Vorurteilen zu tun. „Die“ sind nicht alle so. Wir schon.

 

(überarbeitet, 28.10.2016)