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Des Dicken Wunsch …

Wenn Berufsnörgler Aiman Mazyek auftritt, weil irgendwer meint, der Islam wäre nicht die optimale Lebenslösung, dann kommt mit Sicherheit irgendwann das Totschlagargument, das in Rede stehende Thema hätte nix, aber auch rein gar nix mit dem Islam zu tun. Grundsätzlich halten dann alle Anwesenden ehrfürchtig die Backen.

Gibt es dennoch jemanden, der aus dem Koran zu zitieren weiß, wischt der gläubige Moppel das damit weg, der Gesprächsgegner würde hier Suren aus dem Kontext reißen. Spätestens da schweigt der Rest. Schließlich hat keiner den Koran studiert. Mazyek auch nicht, aber das wagt sich keiner zu sagen.

Also wünscht sich der Dicke irgendwann, man möge doch nicht jede Missetat mit dem Islam in der Verbindung bringen. Der bedeute schließlich Frieden, Liebe, blablabla.

Davon abgesehen, daß der Islam immer nur mit Negativen in Erscheinung tritt, eben mit jenen Einschränkungen, für die der Islam (= Unterwerfung) steht, wofür er erfunden wurde, buckelt die deutsche Medienwelt vor Vertretern dieses Aberglaubens und macht es ihm und anderen ewig Beleidigten recht.

Ein Megabeispiel liefert heute die Bild.

Da rennt ein somalischer Moslem auf einem Universitätsgelände herum und sticht Menschen nieder, nachdem er mit seinem Auto in eine Menschengruppe gefahren ist.

Der Moslem schmilzt zu einem Somalier zusammen, zu einem Amokläufer.

Wäre der nicht so nett gewesen und hätte sich zuvor auf Facebook über seine Motive ausgekotzt, hätte man uns vermutlich wieder verpixelte Fotos und mit Sternchen versehene, geänderte Namen präsentiert.

Schön ist auch, daß man prüft, ob ein terroristischer Hintergrund infrage kommt.

Aha. Auch hier haben wir eine Definition, die sich langsam aber sicher ins Journalistenherz geschlichen hat, um es uns überzuhelfen.

Bekennt sich keine Verbrecherorganisation wie der ISIS oder Alquaida für diesen Anschlag, war’s kein Terrorakt? Nur ein dummer Jungenstreich? Ein „normales Verbrechen“?

Die Verblödungsmaschinerie tut jeden Tag ihr bestes …

Fly mich am Ar…

Natürlich erwäge ich die Möglichkeit, daß ich ein unsäglicher Korinthenkacker bin. Daß ich mich auf Kleinigkeiten stürze und mich völlig unnötig aufrege.

Aber ich bin wenigstens noch am Leben. Damit tröste ich mich dann immer ein wenig.

Der Langenscheidt-Verlag ist neben dem Duden die Institution des deutschen Wortes. Wenn mein beschränkter Horizont nicht weiter weiß, googelt er sich in dessen Werke, oder: blättert er ganz old-school offline in dessen Printausgaben.

Und dann knallt ausgerechnet dieser Verlag am Freitag das Wort des Jahres heraus: „fly sein“.

Wie auch der Rest der Republik konnte ich damit nix anfangen, zumal – jetzt kommt das Kleinkarierte – ich kein Wort erkannte, sondern eine Redewendung.

„Gabelstapler“, „Hornochse“, „Surfbrett“ oder „Schwachmat“ sind Wörter . Aber „verwirrt sein“, „einen über den Durst trinken“ oder „glücklich fühlen“ fallen doch nicht unter die Kategorie Wort. Pardon?

Ich war am Freitag im Kino. UCI. Einer dieser uncharmanten Großpaläste.

Immer. Es kommt immer die Frage „Loge?“

„Wenn Sie umgebaut haben, gerne“, ist meine provokante Antwort.

UCI benutzt dieses anheimelnde Wort, um die unteren Reihen von den oberen Sitzreihen zu unterscheiden – preislich natürlich. Nur: eine Loge gibt es nirgends. Diese kleinen, separaten Kabuffs.

Bei McDonald’s werde ich regelmäßig gefragt: „Zum hier oder mit?“

Auch jene studentische Hilfskraft – ein Hoch auf’s Personalmanagement – erhält eine passende Antwort, die sie meist überfordert.

Die letzten beiden können nix dafür. Da ist Dummheit quasi Programm. Aber muß sich ein renommierter Verlag in die Reihe derer einreihen, denen die deutsche Sprache völlig egal ist?

 

 

 

Der Tr(i)ump(h)

Diesen Blogbeitrag habe ich jetzt mehrmals begonnen und mehrmals gelöscht. Weil er sich immer wieder um die saudummen Zitate unserer Elite-Politiker drehte.

Wie aufgedrehte Kinder, in deren Nachbarschaft ein Spielfilm gedreht wird, rannte heute jeder Promi durch’s Land, getrieben von der Hoffnung, doch irgendeinem Reporter vor die Nase zu laufen, um ihm eine kreative Superlative dummer Mißgunst bezüglich Trumps Wahlsieg in den USA ins Mikro zu heulen.

Der dicke wohlstandsgrüne Migrant fordert panisch einen „europäischen Krisengipfel“, eine andere Grüne twittert, sie würde heulen – wie peinlich ist das denn? Nicht der Umstand des Heulens, sondern der Wunsch, es der Welt mitzuteilen – und die SPD-Twitter-Dreckschleuder sitzt ebenfalls vor seinem Smartphone. Vermutlich mit heruntergelassener Hose, onanierend, kann er sich doch in neuen Haßtiraden ergehen.

Die alte, demente Kanzlerin erinnert Trump an die Einhaltung von Recht und Ordnung, und Schwule und Rasse und bla – also genau die Scheiße, die die Amis nicht mehr hören können und Trump deswegen gewählt haben – und müßte eigentlich vom Blitz getroffen werden, für so viel Falschheit und Doppelmoral, verstößt sie doch wissentlich selbst gegen Recht und Ordnung.

Die Bild fragt fettgedruckt „Wie konnte das passieren?“

Tja, liebe Bild, das nennt man Demokratie. Die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern.

Was machen all‘ diese Hackfressen eigentlich, wenn Donald Trump einer guter Präsident ist? Wenn er einen guten Job und die Amis tatsächlich glücklich macht? Wenn er gar eine zweite Amtszeit bekommt?

Gibt es dann den Pegida-Effekt? „Er mag zwar Recht haben, aber es sagt der Falsche! Hängt ihn!“

Nun, hoffen wir mal.

(Dezenter Hinweis: ich bin kein Fan von Trump, neige aber zu einer hämischen Freude, daß all‘ das Bashing nix gebracht hat, begleitet von der vagen Hoffnung, daß er wider Erwarten einen guten Job macht.)